Kansas

Jetzt mal ehrlich, was gibt es über Kansas schon zu sagen ? Für die Bewohnen der Ost- und Westküste gehört Kansas zu den “Fly-over” States. Dies bedeutet, dass es der Reisende nur aus den Fenstern eines Flugzeuges sieht, wenn es von Ost nach West oder umgekehrt fliegt. Mit einem unmerklichen Kratzen am Hinterkopf fragen sie sich, “wer lebt dort unten” und vor allem warum?

Kansas ist für viele eine Band, die in der Hauptstadt dieses Staates mit dem bezaubernden Namen Topeka zusammenkamen und den unvergesslichen Hit “Dust in the wind” schufen. Kansas war ausserdem Heimat der unvergesslichen Amelia Earhart, die für alle, die es nicht mehr wissen, als erste Frau den Atlantik überquerte. Und wenn wir gerade von Helden der Lüfte sprechen – Clark Kent (auch als Superman bekannt) wuchs in dem kleinen völlig fiktiven Ort “Smallville” auf. Eine Stadt hat für Werbezwecke für einen Tag offiziell den Namen zu Smallville gewechselt. Verrückt oder ?  Warum Jerry Siegel, der selbst in Ohio geboren wurde, ausgerechnet einen Ort in Kansas erfunden hatte, bleibt rätselhaft. Wyatt Earp und Bat Masterson, beide zwar nicht in Kansas geboren, leisteten ihren Dienst für Kansas in Dodge City. Ja, Dodge City war und ist immer noch in Kansas ;-). Und zu guter letzt lebte Dorothy Gale in einer kleinen Stadt hier in Kansas. Wer weiss wer Dorothy Gale ist, bitte Info im Kommentar Bereich.

Wir fuhren also durch Kansas. Zuerst mussten wir einen Teil von Colorado durchfahren, der völlig identisch zu Kansas aussah. Braunes Gras und braun gewordene geerntete Maisfelder, so weit das Auge reicht. Irgendwo dazwischen ein graues Band aus Asphalt, das ohne sich wirklich zu bewegen bis zum Horizont führt und wie wir noch merken würden – noch viel weiter ;-). Google Maps zeigte 603 Meilen (965 Kilometer) gerade aus. Und es war genau das, gerade aus. Stellt euch das vor, eine Strasse von Hamburg nach München, gerade aus und die Aussicht ist braunes Gras. Ab und an leistete uns auch eine Kleinstadt Gesellschaft, jedoch nur kurz und so machten wir, bis auf eine Übernachtung an einem See, aus dem “flyover-State” einen “drive-through-State”

Hi, ich bin Jürgen. Die meisten kennen mich als Jay. I know, das kann manchmal verwirrend sein. Wie ich zu meinem neuen Namen gekommen bin, hat mit hunderten falschen Starbucks Bechern, die allesamt mit anderen Namen beschriftet waren, zu tun. So kraftvoll wie in diesen letzten Jahren ist mir das Leben noch nie begegnet und es darf mich nicht wundern, dass ich das Reich von schnellen und unpersönlichen Geschäften und dem Erfüllen der Erwartungen der Gesellschaft hinter mir gelassen habe. Ich habe mein Sakko gegen Wanderkleidung und Shorts getauscht, das Aftershave gegen Insektenspray und mein Auto gegen einen Camper.

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