Willkommen in Japan – Unser Tor zu Asien

Japan. Das Land der aufgehenden Sonne. Land der Samurai, der Ninja und der Geishas. Das Land der geschwungenen Tempel, der roten Tore und der vielen Menschen. Das Land von Sushi, rohem Fisch und Wasabi.

In der Mitte Mount Fuji, ein wenig nördlich Fukushima und im Süden die Stadt in der auf höchst tragische Weise das nukleare Zeitalter eingeleitet wurde – Hiroshima. All das ist Japan und auch nicht. Ist Klischee, ist träumerisch. In unserem mehrteiligen Beitrag werden wir unsere Erfahrungen mit euch teilen.

Ankunft

Wir landeten nach 1o Stunden Direktflug in Tokyo, der Hauptstadt des Inselstaates. Mit etwa 38 Millionen Menschen ist Metropolitan Tokyo die dicht besiedelte Stadt der Welt. Tokyo mit seinen zwei Flughafen liegt in der Mitte der Hauptinsel Honshu. Unser Flug verlief trotz Taifun Warnung relativ ruhig.

Voll beladen standen wir in der Ankunftshalle. Links die Monorail, rechts die U-Bahn. Alle Schilder auch in Englisch angeschrieben – also kein Problem sich zu verirren. Mit unserem JP Railpass Voucher standen wir wenig später vor dem verschlossenen JP Tourist Office.

Unser erster Kontakt mit Japanern (der Einreisebeamte nicht mitgerechnet)

Wir erkundigten uns nach einem anderen Office für den Umtausch des JP Railpasses. Verständnislose Blicke. Genauso gut hätte ich mich über die Umweltverträglichkeit von Aluminumflaschen unterhalten können. Trotz heftigstem Gestikulieren und Deuten auf den Voucher, liess sich keine Gefühlsregung vom 1,50 Meter grossen Schalterangestellten, der wie ein Soldat vor dem Buckingham Palace stand, erkennen.

Ok, dann keinen Railpass heute. Als wir uns mit einem “Arigato” verabschiedeten, verneigt er sich plötzlich. Er lies ein langes, fast schon demütiges “arigato gozaimaaaaaaaaaaaaasu” von sich. “Das “a” in Gozaimasu wurde dabei für fast zwei Sekunden gehalten. Dabei neigte er seinen Kopf und Oberkörper fast 45 Grad. Dies war das Erste von geschätzten fünf Millionen “Gozaimaaaaaaasu“, die wir in den nächsten Wochen zu hören bekamen.

Auf der Suche nach unserem Hotel

Der Japaner unbestimmten Alters, also irgendwo zwischen 40 und 60, ganz in einem schwarzen engen Anzug gekleidet. Die ebenfalls schwarze Krawatte, die so eng wie ein Galgenstrick um seinen Hals gezogen war, tanzte über das Display unseres Smartphones. Wir fragten den ersten Japaner nach der Richtung als wir aus der U-Bahn mit allen anderen gespült wurden.

Er blickte erneut auf das Display, auf dem das Hotel und die Adresse sichtbar war und redete weiter auf Japanisch mit uns. Ich deutete nach links, er nickte. Ich deutete nach rechts, er nickte wieder. Ok, dann nach links. Im Zweifelsfall immer links. Mit 30kg am Rücken und zwei Trolleys links uns rechts gingen wir los. Durch den Stadtteil Ginza Richtung “Tsukiji fish market”, wo unser Hotel sein sollte.

Unser Hotel

Das einzige Wort, dass mir zu unserem Hotelzimmer einfiel war – winzig. Mit 12qm inklusive Bad mit Badewanne und Waschmaschine würde es das kleinste aller Zimmer in Japan bleiben. Wir hatten sogar einen Balkon der bequem über das Bett, das dazwischen lag, zu erreichen war.

Als ich den Rucksack und die Koffer in den schmalen Gang gequetscht hatte, stellt ich fest, dass wir nicht mehr vorbeikamen. Also alles wieder raus und einzeln und strategisch hineinquetschen. Ein Stück auf den Mikrowellenherd, einen Koffer in eine kleine Aussparung beim Eingang und ein Stück auf den Balkon – warum auch nicht.

Das Zimmer war nicht nur winzig sondern auch niedrig. Vollständig aufgerichtet stieß mein Kopf an die Decke. Dafür war unser Hotel direkt am “Tsukiji fish market” – der vor wenigen Tagen seine Pforten geschlossen hatte ?

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Hi, ich bin Jürgen. Die meisten kennen mich als Jay. I know, das kann manchmal verwirrend sein. Wie ich zu meinem neuen Namen gekommen bin, hat mit hunderten falschen Starbucks Bechern, die allesamt mit anderen Namen beschriftet waren, zu tun. So kraftvoll wie in diesen letzten Jahren ist mir das Leben noch nie begegnet und es darf mich nicht wundern, dass ich das Reich von schnellen und unpersönlichen Geschäften und dem Erfüllen der Erwartungen der Gesellschaft hinter mir gelassen habe. Ich habe mein Sakko gegen Wanderkleidung und Shorts getauscht, das Aftershave gegen Insektenspray und mein Auto gegen einen Camper.

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